Nurder Koch
Eine Schülerin sagt in einem Satz aus, was viele Menschen, die nicht zur weißen Mehrheitsgesellschaft gehören, jeden Tag erleben: „Meine Familie mütterlicherseits wohnt in Brandenburg und jedes Mal, wenn ich dort zu Besuch bin, merke ich als gemischte Person jedes Mal den Rassismus und die rechtsextreme Ader.“ Für viele ist der Rechtsruck keine abstrakte Wahlgrafik und keine Talkshow-Debatte. Er ist Alltag. Er ist Blick. Er ist Sprache. Er ist die Frage, wo man sich sicher fühlt und wo nicht.